Alle Jahre wieder...kommt er, der Deutsche Nachhaltigkeitspreis!
Mit eines der größeten Events, dass ich als Eventfotograf festhalten darf. Im Team mit dem großartigen Dariusz Misztal darf ich für 2 Tage das wunderbare Gewusel dieses Events festhalten. In diesem Beitrag berichte ich Euch von der Vorbereitung auf die Veranstaltung, dem Ablauf und den Herausforderungen für uns Eventfotografen. Eine Übersicht zu meinen Kunden und Leistungen findet Ihr auf der Homepage www.koester-eventfotografie.de

Alles geht los mit der Buchung zu Anfang des Jahres und der ersten Terminblockierung. Da man als Eventfotograf teilweise bis zu einem Jahr im Voraus gebucht wird ist eine frühzeitige Blockierung der Termine wichtig. Kurz vor der eigentlichen Veranstaltung im Winter schickt mir Dariusz eine erste Übersicht zum Ablauf. Wie immer sind die Termine eng getaktet und teilweise deckt man mehrere Vorträge und Veranstaltungen zeitgleich ab. Organisation und Timing sind wichtig.
Am ersten Tag dokumentiere ich hauptsächlich verschiedenen Vorträge und Meetings in den verschiedenen Räumlichkeiten des Maritim Hotels am Düsseldorfer Flughafen. Vor meinem ersten Termin gehe ich die verschiedenen Räume ab und setze mir gedanklich Wegpunkte. So kann ich mich während der Beiträge voll auf die Fotografie konzentrieren und habe schon einen groben Ablauf im Kopf.
Welches Equipment nutze ich für die Eventfotografie?

Ich bin mit Nikon groß geworden und Ihnen treu geblieben. Die neue Z-Reihe hat mich überzeugt, dass Nikon den Schritt in die spiegellose Zukunft schaffen kann.
30 Minuten vor Start des ersten Vortrags checke ich die Kameras auf folgende Punkte:
Sind die Akkus aufgeladen?
Sind in beiden Kameras 2 Speicherkarten (bzw. in meiner Nikon Z6 nur eine)
Alle Speicherkarten werden frisch formatiert
Ist die Uhrzeit auf allen Kameras synchron? Wenn Nein, nachstellen!
Ist der Weißabgleich manuell. Diesen ebenfalls auf allen Kameras synchronisieren.
Aufnahmeformat wird auf RAW eingestellt.
Quietscht mein Holdfast Kamera-Holster? Wenn ja wird etwas Labello aufgetragen
Linsen und Sucher werden noch ein letztes mal gereinigt. Meist gehe ich auch noch einmal kurz mit einem Blasebalg über die Sensoren.
Was ich in die Taschen packe:
Reinigungstücher
Ersatzspeicherkarten
Ersatzakkus für Kameras und Blitz
Labellostift zum nachschmieren
zusätzliche Objektive.
Jetzt kann es losgehen. Die ersten 15 Minuten schieße ich mich meist noch warm und komme dann erst in den richtigen Flow. So muss ich zu der Zeit noch etwas bei Weißabgleich, Belichtungszeit, Silent Mode usw. nachstellen. Ich teste die Displays/Monitore der Präsentatoren auf Flackern und gucke wie das Deckenlicht sich mit meinen Einstellungen verträgt. Manche Kunstlichtröhren haben eine Schwingung in der Farbtemperatur (grün – magenta). Dies kann man meist mit einem Angleich der Belichtungszeit korrigieren. Genauso das Flackern der Monitore. Das spart einem viel Arbeit bei der Retusche.

Während der Vorträge bewege ich mich möglichst unauffällig und leise zwischen den Speakern und Zuhörern. Natürlich muss man seinen Job machen, aber für mich gehört dazu auch die Rücksicht auf das Publikum. Wo möglich versuche ich ohne Blitz zu arbeiten. Manchmal lassen es die Lichtverhältnisse aber nicht zu. In diesen Fällen nutze ich meinen Profoto A1 und passe die Farbtemperatur dem Umgebungslicht an.
Mit den Profot A1 Gel Kits kann man den Blitz an die Farbtemperatur des Kunstlichts anpassen.
Mit Start des ersten Vortrags setze ich mit einen Timer auf meiner Apple Watch, um die anderen Vorträge nicht zu verpassen. So kann ich in 10 Minuten Intervallen die Räume wechseln und bin mir dabei recht sicher keinen Speaker zu verpassen und von jedem Raum genug Impressionen zu bekommen. Wenn möglich schieße ich vor jedem Raumwechsel noch ein kurzes Foto der Raumnummer. Dies vereinfacht die Zuordnung bei der späteren Sichtung der Fotos.
Zwischen den Seminaren und Vorträgen finde ich Zeit Fotos der zugehörigen Aussteller im Foyer zu machen. Hierbei suche ich nach Personen in angeregten Gesprächen, Gesamtansichten der Stände und kleine Details (Logos, Maschinen, Prospekte etc.). Jetzt kann man auch kleinere Gruppen ansprechen und gestelltere Aufnahmen machen. Das Team eines Ausstellerstands mit Produkt, Prospekt, Maskottchen oder ähnliches.

Wenn zwischendurch Zeit ist, sortiere ich unscharfe Fotos oder geschlossenen Augen bei Speakern und Publikum bereits aus. So kann ich schon vor Ort eine erste Vorsortierung vornehmen. In der Retusche ist man dankbar für jedes Foto weniger.
Der zweite Tag

Der zweite Tag beginnt früh und wieder mit weiteren Seminaren und Vorträgen. Trotzdem hat der Tag einen anderen Vibe. Am Abend findet die große Gala statt und es liegt ein Grundknistern in der Luft. Ab dem frühen Nachmittag trudeln die VIPs und Gäste für das Abendprogramm ein. Der große Saale des Maritim Hotels Düsseldorf Flughafen wird vorbereitet. Immer wieder eine spannende Choreographie alles Gewerke eines so großen Events.
Vor Eröffnung werden wir den jeweiligen Räumlichkeiten zugeteilt: roter Teppich, VIP Empfang. Auch im großen Saal hat jeder von uns einen fest zugeteilten Standort: Vor der Bühne, mit dem Tele-Objektiv vom Ende des Raums und auf der Empore für die Gesamtansichten. So bekommen wir als Team alle Facetten der Veranstaltung dokumentiert und der Veranstalter kann später aus den verschiedensten Perspektiven wählen.
Da ich meist auf der Empore anfange, kann ich zu Anfang vor allem weitwinklige Aufnahmen bis Fisheye erstellen, die das Gesamtambiente und die Lichtinstallation festhalten. Im weiteren Verlauf des Abends unterstütze ich mit Teleaufnahmen bei den Gruppenfotos von oben und gehe bei einzelnen Acts kurz mit vor die Bühne um Dariusz hier etwas zu unterstützen.

Nach dem großen Finale dürfen wir noch für 1-2 Stunden die Party festhalten. Dabei geht es dann recht locker zu und man versucht noch etwas die Stimmung festzuhalten um dann die Gäste in Ruhe feiern zu lassen.
Mit Feierabend auf der Veranstaltung endet die Arbeit des Eventfotografen noch nicht. Noch am Abend werden die Fotos grob vorsortiert und ein Best of fertig bearbeitet. Zeit für große Photoshop-Retusche bleibt nicht, so dass die Aufnahmen bis auf kleinere Korrekturen, schon aus der Kamera gut sein müssen. In den folgenden Tagen werden dann alle Fotos gesichtet, aussortiert und zu guter letzt dem Kunden in einem Onlineordner (Picdrop) zur Verfügung gestellt. Hier hat der Kunde 6 Monate Zugriff auf die Aufnahmen und kann sich selbstständig Auswahlen erstellen. Auch bei weiterem Korrekturbedarf ist die Kommunikation zwischen Eventfotografen und Agentur dank Picdrop übersichtlich und unkompliziert.

Dies war mein kurzer Einblick in die Arbeit der Event Fotografie auf einer großen Veranstaltung wie dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis in Düsseldorf. Ich liebe solche Aufträge, da sie eine Vielzahl an Skills verlangen und die Tage abwechslungsreich sind. Außerdem läuft die professionelle Zusammenarbeit mit einer Agentur wie ein gut geöltes Getriebe und es ist eine willkommene Herausforderung kleine Feinheiten zu optimieren um so noch schneller und effektiver zu werden.
Solltet Ihr einen Eventfotografen brauchen, schreibt uns gerne an oder ruft uns unverbindlich an: KONTAKT
Oder aber schreibt mir hier in den Kommentaren was Ihr Euch noch von Eventfotografie wünscht. Oder Du bist selber Fotograf mit Spezialisierung auf Events und kannst uns von Deinen Erfahrungen berichten?! Hinterlass uns einfach einen Kommentar. Wir freuen uns!
Eventfotograf mit 10jähriger Erfahrung auf internationalen Veranstaltungen, Messen und Events.